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Handwerkliche Tätigkeiten sind ein bewährter Bestandteil der Ergotherapie. Durch das Arbeiten mit unterschiedlichen Materialien entstehen alltagsnahe Übungssituationen, in denen Bewegung, Wahrnehmung und Denken sinnvoll miteinander verbunden werden.
Im Vordergrund steht nicht das fertige Werkstück, sondern der Weg dorthin: planen, umsetzen, anpassen und reflektieren – immer orientiert an den individuellen Fähigkeiten und Zielen.
Praktisches Arbeiten ermöglicht einen direkten Zugang zu körperlichen und kognitiven Fähigkeiten. Tätigkeiten wie Sägen, Schrauben, Verbinden oder Montieren fördern gezielt Handfunktion, Kraftdosierung und Koordination.
Gleichzeitig werden Konzentration, Ausdauer und Selbstwahrnehmung gestärkt. Sichtbare Ergebnisse wirken motivierend und unterstützen das Erleben von Kompetenz und Selbstvertrauen.
Die handwerklichen Aufgaben werden klar aufgebaut und an das persönliche Leistungsniveau angepasst. Arbeitsschritte werden gemeinsam vorbereitet, durchgeführt und im Anschluss reflektiert.
So werden Handlungsplanung, Problemlösefähigkeit und Durchhaltevermögen gezielt gefördert.
Bei Bedarf fließen Elemente des neuropsychologischen Hirnleistungstrainings ein, etwa zur Unterstützung von Aufmerksamkeit, Reihenfolgeplanung und Arbeitsgedächtnis.
Gezielte Förderung von Greifkraft, Feinmotorik und beidhändiger Koordination durch praxisnahe Arbeitsaufgaben.
Aufbau von Aufmerksamkeit, Belastbarkeit und Arbeitsstruktur über längere Tätigkeitsphasen hinweg.
Erleben von Erfolg durch sichtbare Ergebnisse, abgeschlossene Arbeitsschritte und eigenständiges Handeln.
Handwerkliche Tätigkeiten fördern funktionelle und mentale Fähigkeiten auf anschauliche Weise und lassen sich gut in den Alltag übertragen.
Ziel der handwerklich orientierten Ergotherapie ist es, durch sinnvolles praktisches Tun Sicherheit im Handeln zu gewinnen und die eigene Selbstständigkeit im Alltag nachhaltig zu stärken.